Die innerdeutsche Grenze war sowohl in ihrer Zielsetzung wie in ihrem Aufbau besonders perfide. Offiziell als „antifaschistischer Schutzwall“ gegen faschistische und nationalistische Angriffe aus Westdeutschland bezeichnet, diente er der systematischen Verhinderung der Abwanderung von DDR-Bürgern. Im Laufe der Zeit wurden aus einfachen Drahtverhauen ein mehrstufiges und fast unüberwindbares Grenzregime.
Dem Referenten, Roland Schreyer, gelang 1988 aus Westdeutschland der zweimalige Grenzübertritt, um seine Familie nach seiner Ausbürgerung die Flucht in die BRD zu ermöglichen. Er stellt den Auf- und Ausbau der Grenze und des Grenzübergangs Marienborn bildlich dar und schildert aus persönlicher Anschauung den Alltag sowohl der Grenzbeamten als auch der Bevölkerung im Grenzgebiet.
Bürgerhaus Friedrichsfeld, Begrenzte Teilnehmerzahl. Vorherige Anmeldung erforderlich