Voerde und seine Verbindung zum Rhein – Eine Fahrradtour am Tag der offenen Museen

Bereits zum sechsten Mal fand am 27. September 2026 der offene Museumstag in der LEADER-Region Lippe-Issel-Niederrhein statt, zum ersten Mal war Voerde dabei. Da jedoch Voerde kein Museum hat, entstand die Idee an diesem Tag einen Beitrag vor Ort anzubieten: Heinz Feldkamp, Vorstandsmitglied des Heimatvereins, bot bei schönstem Sonnenschein eine Fahrradtour mit dem Schwerpunktthema Rhein an. Sein Konzept führte durch alle am Rhein gelegenen Voerder Ortsteile und berührte naturkundliche sowie historische Themen aus verschiedenen Epochen.

Statt sich im Museum mit der Voerder Geschichte auseinanderzusetzten, erforschte Heinz Feldkamp mit Radlern, wie der Rhein das Stadtbild von Voerde geprägt hat. Rund 20 Teilnehmer folgten ihm zunächst von der „Alden School“ in Löhnen bis zur ehemaligen Rheinkante am Hükelenbrink. Themen waren hier das Warftendorf und die Entstehung der Momm-Niederung, am Hückelenbrink wurde der Rheinverlauf vor 1230 verdeulicht. Im weiteren Verlauf der Tour beschrieb Heinz Feldkamp die Entstehung der Dünen in Spellen genauso wie den Rheinverlauf vor der Eindeichung. Dieses Thema vertiefte wenig später der amtierende Deichgräf Ingo Hülser. Die Hochwasserstände konnten die Teilnehmer später an der Gaststätte „Die Arche“ bestaunen.

Doch zunächst ging es nach einer Pause im Kolkhofsbüdchen am Deichkreuz in Ork vorbei zum Gedenkstein in Mehrum, der an die Rheinquerung der Alliierten 1945 erinnert. Nächstes Ziel war das ehemalige Leichenhäuschen auf dem Deich kurz vor Götterswickerhamm. An Hand historischer Fotos erläuterte Heinz Feldkamp die Bedeutung des Häuschens. Weiter ging es zum Kilometerstein 800 an der Rheinpromenade in Götterswickerhamm, wo Heinz Feldkamp die Tour beendete mit Informationen zur“ Kilometrierung“, der Kilometer-Zählung entlang eines Flusses. Abschließend bedankte sich Kurt Mann, ebenfalls Vorstandsmitglied des Heimatvereins, bei den Teilnehmern. Wer noch Zeit hatte, konnte am Strandhaus Ahr Bilder der ehemaligen Badeanstalt bewundern, die sich einst zwischen zwei Buhnen im Rhein befand.