In der Nacht vom 23. Auf den 24. März 1945 setzten amerikanische Truppen bei Ork, Mehrum und Möllen auf die rechte Rheinseite über und erreichten bereits am Abend des gleichen Tages die heutige B8, die damalige Reichsstraße 8. Die Kämpfe auf dem Gebiet des Amtes Voerde waren damit erfolgreich beendet.
Die Amerikaner selbst hatten 41 Tote und rund 450 Verwundete zu beklagen. Auf dem Gelände der heutigen Pauluskirche wurde von ihnen ein Lazarett eingerichtet, ihre ersten Gefallenen wurden in Gräbern unweit des heutigen Ehrenfriedhofs vorläufig bestattet.
Möglicherweise ist das ein Grund, warum die Amerikaner an der damaligen Neustraße (heute Friedhofstraße) auf einem Acker des alten Voshalshofes ein Gräberfeld für deutsche Soldaten errichteten.

Aber woher kamen die Gefallenen in Voerde? Die meisten hatten im östlichen Westfalen und im Münsterland ihr Leben gelassen, aber auch verstorbene Kriegsgefangene aus den Rheinwiesen bei Rheinberg fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Ab 1946 wurden 132 deutsche Soldaten aus ihren Feldgräbern im Raum Voerde, die sich meist dort befanden, wo sie gefallen waren, umgebettet. Ebenso fanden 71 Gefallene aus dem Amt Gahlen und 46 Soldaten, die auf dem alten Schulhof Friedrichsfeld bestattet worden waren, hier ihre letzte Ruhestätte. Auch einige Voerder Männer, die anderswo umgekommen waren, wurden postum auf den Soldatenfriedhof Voerde überführt.
Heute befinden sich hier die Gräber von 889 Kriegsopfern. Die Grabsteine aus Ruhrsandstein wurden 1963 anstelle der vorhandenen Holzkreuze errichtet.